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Geschichte / Gründung

Vorgeschichte

Dienstag, 14.Januar 1997. Es ist neun Uhr morgens, und wir haben soeben erfahren, dass der Kinderhort Balgrist im kommenden Sommer aus Spargründen geschlossen wird. Wir sind schockiert. Traurigkeit mischt sich mit Wut, Ratlosigkeit und Enttäuschung.
Sibylle Mäder blickt auf eine 17-jährige Tätigkeit im Kinderhort Balgrist zurück. Katharina Schacher ist erst vor 14 Wochen als Miterzieherin eingestellt worden.
Wie soll es weitergehen?
Eine eigene Krippe zu eröffnen – das müsste doch zu schaffen sein!
Für einen Teil der Kinder wären zwar andere Betreuungsplätze organisiert gewesen doch die Eltern waren sich einig: wenn eine andere Krippe, dann nur mit den bisherigen Betreuerinnen.

Nach vielen Abklärungstelefonaten haben uns vor allem zwei Personen Mut und Unterstützung für ein eigenes Krippenvorhaben gegeben.

Frau Dr. Emilie Lieberherr war uns mit ihrer einfühlsamen Art und den aufmunternden Worten eine grosse Hilfe. Herr Sergio Tassinari vom Sozialdepartement der Stadt Zürich unterstützte unser Vorhaben von Anfang an und hat uns dringend als ersten Schritt dazu geraten, einen Elternverein zu gründen.
Ganz herzlichen Dank.

Gesagt getan. Nach vier Wochen intensiver Arbeit fand am 12.Februar 1997 die Gründungsversammlung des Vereins aktiver Eltern der Kinderkrippe Hoppel statt.

Noch immer stand uns aber ein langer Weg bevor. Mit der Unterzeichnung des Mietvertrages unserer Räumlichkeiten an der Witellikerstr.45 war ein weiterer grosser Schritt getan. Frau Nelly Luder, Leiterin Hauswirtschaft der Klinik Balgrist, setzte sich stark für uns ein, so dass wir von der Klinikleitung schliesslich das gesamte Krippeninventar geschenkt erhielten. Auch ihnen herzlichen Dank.
Wir können auf ein bewegtes, intensives und abwechslungsreiches Jahr zurückblicken. Die Motivation war nicht immer gleich gross. Es gab viele Momente in denen wir uns fragten, ob sich dieser Aufwand überhaupt lohnt.
Zum heutigen Zeitpunkt ist für uns klar: wir sind froh, konnten wir diese wertvollen Erfahrungen machen, sind stolz auf der Erreichte und freuen uns auf das Neue.
An alle Freunde, Bekannte, Verwandte und Eltern herzlichen Dank für die produktive Zusammenarbeit.

Rückblick

Wie war ich glücklich, als wir im Dezember 1996 nach über 6-monatiger, intensiver Suche im Kinderhort Balgrist, als nicht im Spital arbeitende Eltern, einen Platz für unseren damals 7-monatigen Sohn Vinzenz erhalten konnten!

Ganze 2 Wochen währte unser aller Zufriedenheit über diese gute Lösung, als uns die Klinikleitung Mitte Januar 1997 die bevorstehende Schliessung des Kinderhorts Balgrist auf Ende Juni 1997 ankündigte. Die Bestürzung war für Eltern und Krippenpersonal gleichermassen riesig.

Grossen Mut haben darum nach diesem ersten Schock fast alle betroffenen Eltern und das Krippenpersonal bewiesen, indem sie am 12.Februar 1997 den „Verein aktiver Eltern der Kinderkrippe Hoppel“ ins Leben riefen und dem Ziel, eine private Kinderkrippe zu gründen und zu betreiben. Unverhofft für mich als Elternteil war dabei, als Vereinspräsidentin aus dieser Gründung hervorzugehen.

Wie in jedem Verein braucht es einen Vorstand, der das „Geschäft“ leitet, und so haben meine Vorstandskolleginnen und –kollegen und ich uns voll Enthusiasmus in diese für uns alle völlig neue Aufgabe hineingestürzt mit dem Motto: learning by doing…

Nachdem wir bei der Suche nach einem geeigneteren Mietobjekt gleich kurzfristig das grosse Glück hatten, konnte die Eröffnung der Kinderkrippe Hoppel am 1.Juli 1997 mit nur einem Tag Zügelunterbruch praktisch nahtlos für die betroffenen Kinder und deren Eltern erfolgen.

Der Mut der vereinsgründenden Eltern wurde belohnt mit hochmotivierter, qualifizierter und engagierter Krippen- und Vorstandsarbeit und reihum, zufriedener, glücklicher Kinder.

Vom Sozialdepartement der Stadt Zürich erhielten wir eine Starthilfe von Fr.12'000.-, von der Max Wiederkehr Stiftung eine von Fr.2'000.- und von der Schweiz. Winterhilfe eine von Fr.3'000.-. Von der Bank Sparhafen Zürich, erhielten wir eine wiederkehrende Härtefallunterstützung von Fr.300.-/Mt. Auch von diversen anderen Ämtern und Institutionen und privaten Personen werden wir fortlaufend mit Rat und Tat für unsere Arbeit unterstützt.

Finanziell durchliefen wir trotz all dem eine heftige Zitterpartie, da die von uns errechneten Krippentaxen-Eingänge eine absolut enge Budgetierung forderten. Neben Anderem reduzierte eine Mitarbeiterin während zweier Monate ihr Anstellungsumfang von 100% auf 60% um die Kosten der nicht voll belegten Startmonate in Grenzen halten.

Es freut uns daher sehr, Ihnen nachfolgend schon nach dem ersten Betriebshalbjahr rundum von Erfolg gekrönte Erlebnisse und Ergebnisse präsentieren zu dürfen, die nicht selbstverständlich sind.

Bei soviel Erfolg macht es richtig Spass, bis in die späte Nacht hinein Sitzungen abzuhalten, über Gesuchen und sonstigen Papieren zu brüten, Probleme des Krippenalltags zu besprechen, Entscheidungen zu treffen, Vorbereitungen auf Ereignisse zu organisieren, sich mit Finanz- oder Personalproblemen auseinanderzusetzen und vieles mehr zu tun… Leider müssen wir trotzdem den Austritt von Irene Abbassi als Aktuarin aus dem Vorstand um den Rücktritt von Werner Pfister als Revisor auf Ende des Vereinsjahres verschmerzen. Ein grosses Danke an beide für Ihre geleistete Arbeit.

© by Theresia Waser Zwicky Präsidentin, Verein aktiver Eltern der Kinderkrippe Hoppel

heute

Der Verein aktiver Eltern der Kinderkrippe Hoppel wurde am 1. Januar 2009 zur Kinderkrippe Hoppel GmbH umgewandelt und wird seither mit der gleichen Philosophie / Sozial- und Leitgedanke beständig weiter geführt.